Petition für „Modernes Bleiberecht“

Eine neue Petition der Allianz Menschen.Würde.Österreich fordert, dass unabhängig vom Asylgesetz  ein Aufenthaltstitel für Menschen geschaffen werdensoll, die sich seit Jahren in Österreich bereits integriert haben
Die anhaltenden Proteste gegen die jüngsten Abschiebungen zeigen, dass dies vielen am Herzen liegt, und sich Menschen  aus allen Teilen der Gesellschaft bessere Lösungen wünschen. – Petition unterzeichnen

Ein solcher Aufenthaltstitel könnte etwa über das Niederlassungsgesetz in der Verantwortung der Länder und der Gemeinden umgesetzt werden, denn diese können vor Ort die Integration am besten beurteilen. Denn das moderne Bleiberecht soll nur für jene Personen zur Anwendung kommen, die in Österreich bereits etwas geleistet haben, weil sie sich erfolgreich integriert haben, die Sprache lernen und/oder Berufschancen und Ausbildungsmöglichkeiten wahrnehmen.– mehr Informationen

Aktion „Asyl und Lehre“ wird verlängert

Unsere Brief- und Unterschriftenaktion für Asylwerber in der Lehre ist in der letzten Zeit auf großes Interesse gestoßen. Sie wird daher bis zum 12. Dezember verlängert.
Wir werden auf verschiedenen Veranstaltungen und Demonstrationen präsent sein, man kann die Listen und Briefe aber auch hier herunterladen und uns zuschicken:

Unterschriften-Liste neu (pdf, 588 kB) – Brief an Bundeskanzler Kurz  (pdf,28 kB) –  Brief an BK Kurz (docx, 19 kB)

Bitte die Briefe direkt abschicken und die Unterschriftenlisten bis zum 12. 12. 2018 an kontakt@flucht-punkt-laendle.at bzw Flucht-Punkt-Ländle, Am Moosgraben 16, 6840 Götzis schicken!

Die wichtigsten Forderungen der Aktion sind, dass

  • es für Asylwerber wieder möglich sein sollte, eine Lehre zu beginnen, und
  • dass Lehrlinge zumindest bis zum Ende der Ausbildung in Österreich bleiben dürfen, auch nach einem negativen Bescheid.

 

Vorarlberger Wirtschaftsparlament für Asyl und Lehre

Beim fünften Vorarlberger Wirtschaftsparlament haben die Delegierten einstimmig beschlossen,  Asylwerbern die Möglichkeit zu bieten, die Lehre abzuschließen und sich für das deutsche Modell „3plus2″ einzusetzen. Zudem sollten schnellstmöglich auch Maßnahmen gesetzt werden, um die Dauer von Asylverfahren deutlich zu verkürzen und um auch gut integrierten Asylwerbern die Chance zu geben, im Rahmen der Rot-Weiss-Rot-Card eine Ausbildung zu machen. Im Anschluss sollen diese dann auch als Fachkräfte in Österreich leben und arbeiten können. Dazu wurde ein dringlicher Appell an die Bundesregierung gerichtet.

Darüber hinaus wird die Wirtschaftskammer Vorarlberg an die Wirtschaftskammer Österreich und das AMS Vorarlberg herantreten, um gemeinsam Maßnahmen für eine bessere Integration von Asylberechtigten in den Arbeitsmarkt zu erarbeiten sowie die Weichen für eine Ausweitung und Forcierung der überregionalen Vermittlung, auch über Bundesländergrenzen hinweg, zu erstellen.

Quelle: WKO

Briefaktion „Asyl und Lehre“

Bei unserem Seifenblasenfest am Nationalfeiertag haben wir begonnen, Unterschriften und Briefe für Asylwerber in Lehre zu sammeln. Diese Aktion läuft immer noch – hier sind die Unterlagen zum Download:
Unterschriftenliste (pdf, 660 kB)
Brief an Bundeskanzler Kurz  (pdf, 28 kB)

Bitte die Briefe direkt abschicken (wer den Text individuell verändern will, kann diese Word-Vorlage verwenden) und die Unterschriftenlisten bis zum 23. 11. an kontakt@flucht-punkt-laendle.at schicken

Wie viele andere Initiativen fordern wir vor allem, dass

  • es für Asylwerber wieder möglich sein sollte, eine Lehre zu beginnen, und
  • dass Lehrlinge zumindest bis zum Ende der Ausbildung in Österreich bleiben dürfen, auch nach einem negativen Bescheid.

Gut integrierte junge Menschen abzuschieben, die mit großem Engagement an ihrer Ausbildung machen, ist nicht nur unmenschlich, sondern auch wirtschaftlich unsinnig. Immer mehr Betriebe und Vertreter der Wirtschaft fordern daher ein Bleiberecht, zusammen mit vielen tausend Österreicher*innen aus allen Teilen der Gesellschaft. Es wird höchste Zeit, dass die Bundesregierung eine sinnvolle Lösung umsetzt!

Asylwerber und Lehre – Seifenblasenfest am 26. 10.

Unter dem Motto „Damit die Hoffnung nicht zerplatzt“ wollen wir am Nationalfeiertag gemeinsam aktiv werden, feiern und Seifenblasen in den Himmel schicken.
Das Seifenblasenfest beginnt am 26. Oktober 2018 um 14:00 Uhr beim Vereinshaus in Wolfurt.
Es soll ein buntes Fest für Familien, Flüchtlinge und Freunde werden. Zugleich wollen wir unsere Forderungen an die Bundesregierung stellen: Dass Asylwerber wieder eine Lehre beginnen dürfen, und dass Asylwerber, die schon in Ausbildung sind, in Österreich bleiben dürfen.

Asylwerber unter 25 Jahre durften ja  bis vor kurzem eine Lehre in Mangelberufen beginnen. Diese Möglichkeit wurde nun von der Bundesregierung unterbunden. In Ausbildung befindliche Lehrlinge können – entgegen anderslautenden politischen Versprechungen –  immer noch abgeschoben werden.
Ausbildung und Integration sind aber für ein zukünftiges Miteinander von entscheidender Wichtigkeit. Diese jungen Leute brauchen eine Chance – und die Wirtschaft braucht diese jungen Leute.
Das Fest ist eine gemeinsame Initiative von „Plan W – Wolfurt solidarisch“, der Gemeinde Wolfurt und Flucht-Punkt-Ländle. Wir freuen uns alle über zahlreiche BesucherInnen und UnterstützerInnen!

Einladung (pdf, 700 kB) –  Unterschriftenliste (pdf, 660 kB)

Politische Unterstützung für Asylwerber in Lehre

Tweet von Michael ProckEin breites Bündnis aus Politikern fast aller Parteien, Wirtschaftsvertretern und privat Engagierten (auch von Flucht-Punkt-Ländle) hat sich am 20. September in Lustenau getroffen und einen Appell an die Bundesregierung unterzeichnet.
Sie fordern, dass

  1. bereits in der Lehre in Mangelberufen befindliche Asylwerber/innen auch bei rechtskräftiger Ablehnung ihres Asylansuchens ihre Lehre abschließen können,
  2. dass die rechtlichen Voraussetzungen (etwa durch Adaptierung der Rot-Weiß-Rot-Card) geschaffen werden, damit bereits im Land befindliche und für eine Lehrausbildung geeignete Asylwerber/innen eine Lehrausbildung absolvieren können und
  3. dass die Dauer der Asylverfahren deutlich verkürzt wird.

Berichte dazu: ORF VorarlbergVorarlberger Nachrichtenvol.at

Einen ähnlichen Beschluss hat der Vorarlberg Landtag schon im Juli mit den Stimmen von fünf Parteien gefasst:
„Die Vorarlberger Landesregierung wird ersucht, bei der Bundesregierung rechtliche und faktische Maßnahmen einzufordern, um es im Bundesgebiet befindlichen Asylsuchenden zu ermöglichen, ihre begonnene Ausbildung selbst bei einem während der Ausbildung rechtskräftig gewordenem, negativen Asylbescheid abschließen zu können. Zudem soll parallel dazu die Regelung zur Rot-Weiß-Rot-Karte in Richtung Abbau bürokratischer Hürden und kürzerer Bearbeitungsdauer überarbeitet werden. (Originaltext)

Auch Vorarlberger Gemeinden haben schon Initiativen für Asylwerber in Lehrausbildung gesetzt, die Gemeindevertretung von Götzis hat am 17. September diesen Beschluss  gefasst. Andere, u.a. Wolfurt und Schwarzenberg, haben die Forderungen der Petition „Ausbildung statt Abschiebung“ unterstützt, und in manchen Gemeinden werden gerade Beschlüsse vorbereitet.
Wir hoffen, das noch viele diesen guten Beispielen folgen!