Protestcamp: Jetzt schlägt’s 13

Aufgrund der immer noch schrecklichen Zustände in den Flüchtlingslagern auf europäischen Boden planen die Jugendbotschafter*innen der Caritas ein Protest Camp in Vorarlberg.
Die Rechte von Kindern werden seit Jahren (!) fundamental verletzt.
Wir wollen ein Zeichen unserer Solidarität mit diesen Kindern und ihren Familien setzen, die unter unmenschlichen Bedingungen, Winter & COVID19 tagtäglich ihr Leben meistern müssen. Wir müssen diesen Menschen eine Stimme geben!

Unterstützer*innen willkommen – Redner*in, Zuhörer*in, Sänger*in, Künstler*in, Poetry Slammer*in, Mit-Camper*in, Helfer*in, Suppenkoch, oder Ideengeber*in!

Beginn:          10.2.2021    13:00 Uhr
Ende:             11.2.2021    13:00 Uhr
Ort:  Marktplatz Dornbirn

Veranstalter: Jugendbotschafter für UN-Kinderrechte & SDG, Caritas Auslandshilfe Vorarlberg in Zusammenarbeit mit der Initiative „Uns reichts!“

Gerne mitbringen:
*Gurkengläser mit Kerze drin
*Kaffeebecher & Löffel, damit wir zu jeder Stunde akustisch auf uns aufmerksam machen können!

Kundgebung: Kein Mensch ist illegal

Die Aktion kritischer Schüler_innen Vorarlbergs veranstaltet am Dienstag, den 02.02, um 17:00 eine spontane Kundgebung in Bregenz am Kornmarktplatz unter dem Motto „Kein Mensch ist illegal!“.

Wieder lässt Österreichs Regierung, allen voran Innenminister Karl Nehammer, Schülerinnen* und ihre Familien abschieben. Kinder, die hier, mitten unter uns zur Welt gekommen sind. Kinder, deren Schulfreund_innen bis zuletzt alles gegeben haben, diesen Akt der Unmenschlichkeit zu verhindern.
Setzen wir ein starkes Zeichen gegen menschenfeindliche Abschiebungen und Asylpolitik. Denn kein Mensch ist illegal!

Die Corona-Maßnahmen werden eingehalten. Ein Tragen des MNS und das Einhalten der Abstandsregelungen wird verpflichtend sein.

Sonntags-Mahnwache in Feldkirch am 20.12.

Sonntag 20.12. um 17:00 Uhr
Feldkirch Neustadt

Wir kennen die Bilder aus den griechischen Lagern, wir sehen das Elend – aber wir wollen uns nicht daran gewöhnen. Wir wollen ein menschliches Österreich.
Die Demonstrationen geben allen die Möglichkeit, für Menschlichkeit und Menschenwürde einzustehen. Menschen haben ein Recht auf Menschenwürde und Schutz. Wir fordern, die Menschen aus den griechischen Lagern zu evakuieren und die Aufnahme von Flüchtlingen, insbesondere von Kindern in Österreich. Wir haben Platz!

Die Zelte sollen auf die grauenvollen Lebensbedingungen der Flüchtlinge in den griechischen Auffanglagern hinweisen und an unsere Menschlichkeit appellieren.

Sprecher*innen:
Daniela Egger
SchauspielerInnen des Landestheater Ensembles Vivienne Causemann, David Kopp
Konrad Steuer

Musik: Lisa Suitner

Ein Sicherheitsteam achtet auf die Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen. Die Sonntags-Mahnwache findet in Kooperation von „uns reicht´s“ mit courage.jetzt statt.

www.unsreichts.at
www.courage.jetzt

Ein Video von der letzen Mahnwache in Dornbirn kann hier auf YouTube nachgesehen werden. Vidoes von der Mahnwache in Bludenz (am 12.12.) sind hier zu finden.

Auch Frohbotschaft.Heute, Verein für weltoffenes Christsein und Fair Asyl sind weiter aktiv mit der Aktion „Zelte für die Menschlichkeit“ im Ländle unterwegs. Dabei wird in enger Kooperation mit zahlreichen Vorarlberg Pfarren auf die Situation von geflüchteten Menschen in griechischen Lagern hingewiesen. Die unmissverständliche Botschaft lautet dabei: „Wir haben Platz“.
Detailinformationen und die Termine in den jeweiligen Pfarren sind hier abrufbar.

Vindex rettet – rettet Vindex

Der Verein Vindex ist seit 2013 direkt und unbürokratisch in der Beratung und Begleitung
geflüchteter Menschen und deren Unterstützer in Vorarlberg aktiv. Vindex fördert Integration und Selbstermächtigung sowie interkulturelles und gesellschaftspolitisches Engagement. Nun steht der Verein selber unter großem Druck.
Ein großer privater Sponsor hat sein Engagement 2020 leider beendet und die politisch Verantwortlichen sind wegen der geänderten gesetzlichen Grundlagen nicht bereit, diese wichtige Arbeit zu fördern.

Freunde von Vindex haben eine Kampagne gestartet, die die Arbeit von Vindex für die nächsten Jahre sichern soll.

Ab November 2020 wird es einen Kalender mit Fotos von zugewanderten Menschen in Vorarlberg geben, gestaltet von Sägenvier Designkommunikation mit  Portraits von Darko Todorovic. – Vorschau

Und übrigens: Jeder gespendete Euro hilft!
Ihre Spenden sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto
AT13 5800 0105 8858 5013
Kontakt:
Vindex Komitee
Am Kehlerpark 5, 6850 Dornbirn
+43 676 6626033
hilfe@rettetvindex.at
www.rettetvindex.at

Mahnwachen für Menschlichkeit

Achtung: Aufgrund der aktuellen Lage werden die  Mahnwachen in Bludenz und Feldkirch verschoben! Mehr Info unter unsreichts.at

Die Botschaft lautet: Wir haben Platz.
In Kooperation mit courage.jetzt, einer Initiative für alle, die ein Zeichen setzen wollen. Hier auf Aufstehn.at werden Unterschriften dazu gesammelt, und hier auf Respekt.net kann man dafür Zeit oder Geld spenden.

Mahnwachen für die Menschlichkeit jeweils von 17 bis 18 Uhr, im passenden Abstand und bei weniger Distanz mit Mund-Nasen-Schutz. 

Sonntag 08.11.2020           Lustenau, Kirchplatz und Kirchen
Sonntag 15.11.2020           Bregenz, Kornmarktplatz – online – Video
Samstag,12.12.2020          Bludenz
– neuer Termin!
Sonntag, 20.12 .2020         Feldkirch, Neustadt – neuer Termin!

Im Dezember folgen weitere Termine, gleich am Sonntag, den 6. Dezember in den Kirchen zum Gottesdienst am Nikolaustag „20 Zelte für die Menschlichkeit“

Wir freuen uns über jede und jeden, die in ihrer Stadt oder Gemeinde eine weitere Mahnwache organisieren will, Interessierte erhalten die Wurfzelte, Informationen und Unterstützung unter info@unsreichts.at

Treffen der Zivilgesellschaft – auch online

LOGO MWOEZum vierten Mal organisierte die Initiative Menschen.Würde. Österreich am 17. 10. 2020 ein „Vernetzungstreffen der Zivilgesellschaft“. Aufgrund der Corona-Situation war die Möglichkeit zur physischen Teilnahme begrenzt, dafür wurde die ganze Veranstaltung auch per Live-Stream übertragen.

Auf YouTube kann alles hier nachgesehen  werden – und es lohnt sich.  – Programm – Spannende Inputs und hochrangig besetzte Panels befassten sich mit den Schwerpunkten „Rechtsstaat“ und „Griechenland“. Zum Einstieg gab es einen Überblick über die Aktivitäten der Zivilgesellschaft, und am Ende eine Vorschau auf eine neue Aktion, die unter dem Slogan „Courage jetzt – #144Leben“ demnächst intensiv anlaufen wird.

Screenshot aus dem Panel „Rechtsstaat und Haltung“  – von links : Clemens Jabloner, Vizekanzler aD – Oliver Scheiber, Richter – Annemarie Schlack, Amnesty Österreich – Moderatorin Delna Antia-Tatic

 

Aberkennungsverfahren: 79 % aufgehoben

Auf eine „erschütternde Fehlerquote bei Aberkennungsverfahren“ weisen führende NGOs in der Flüchtlingsarbeit, gemeinsam mit der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ hin. Als „dokumentierte Behördenwillkür“ sehen hier Christian Konrad und Ferry Maier von der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“, Maria Katharina Moser (Diakonie) und Erich Fenninger (Volkshilfe) die Ergebnisse einer Recherche in den öffentlich zugänglichen Daten.

Das BVwG hat von Jänner 2019 bis September 2020 841 Entscheidungen des BFA über die Aberkennung des Schutzes (Asyl oder subsidiär) überprüft. Das Ergebnis ist eine erschütternde Fehlerquote. Denn 79% der Entscheidungen, die unbescholtene Menschen betroffen haben, wurden als fehlerhaft aufgehoben oder abgeändert. 432 Menschen, wären ohne diese Entscheidung des BVwG aus Österreich unrechtmäßig abgeschoben worden.

In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, dass die oft verbreitete Behauptung, dass die meisten Aberkennungen straffällige Personen betreffen würden, nicht richtig ist: Über 65% der Entscheidungen des BVwG betrafen unbescholtene Schutzberechtigte.

Die Kosten dieser fälschlicherweise eingeleiteten Verfahren belaufen sich durchschnittlich auf fast eine Million Euro in zweiter Instanz. Dazu kommen die Verfahrenskosten der ersten Instanz, mit der falschen Entscheidung.

Zwischen 2014 und 2017 hat das BFA seinen Personalstand verdreifacht und diesen bis heute nicht abgebaut. Gleichzeitig wurden im Jahr 2018 rund 80% weniger Asylanträge gestellt als noch 2015. 2018 war auch das Jahr, in dem der damalige Innenminister den Arbeitsschwerpunkt des BFA auf Aberkennungsverfahren setzte – wofür aber ganz offensichtlich gar kein Anlass bestand.

Die Auswirkungen solcher Verfahren sind aber nicht nur ökonomisch unvernünftig. Sie sind auch für die Betroffenen, die in extremer Rechtsunsicherheit leben müssen, denen dadurch beispielsweise der Jobverlust droht oder die Familienzusammenführung verunmöglicht wird, höchst belastend und unmenschlich.

„Hilfe vor Ort“?

Trotz schrecklicher Bilder von den Flüchtlingslagern auf Moria und anderen griechischen Inseln wehrt sich die ÖVP immer noch dagegen, schutzbedürftige Menschen von dort aufzunehmen. Es sei wichtiger, „Hilfe vor Ort“ zu leisten, wird immer wieder betont.

Nun gibt es sicher viele Orte, an denen Hilfe gebraucht wird. Doch wie sieht es mit dem Engagement tatsächlich aus?

Der Völkerrechtler Ralph Janik hat sich aus Anlass des Friedensnobelpreises für das World Food Programm die Beiträge dafür in einem Artikel genauer angesehen. Und stellt fest, dass Österreich sich dort hinter Burundi und der Republik Kongo auf Platz 44 befindet. „Elisabeth Köstinger betonte, dass ihr Ministerium „in diesem Jahr bereits 1,6 Millionen Euro dafür zur Verfügung gestellt“ hat (dass sie zeitgleich darauf verwies, für die Erweiterung des Elefantengeheges im Tiergarten Schönbrunn 23,5 Millionen aufzuwenden, kann man nur als unglückliche Kommunikation bezeichnen).“

MIt anderen UN-Organisationen sieht es nicht viel besser aus. Österreich hat 2020 seinen Beitrag für UNHCR deutlich erhöht: Auf 6,27 Mio $ pro Jahr – 2019 waren es noch 3,9 Mio $. Damit ist es allerdings immer noch weit hinten – auch im Vergleich mit anderen Ländern ähnlicher Größe und ähnlicher Wirtschaftsleistung. (Quelle: diesubstanz.at)

UNHCR - Beiträge 2020 pro Kopf

Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO erreichte man 2018-2019 mit 877 000 $ nicht einmal die Million. Aus Deutschland erhielt die WHO in diesem Zeitraum Zahlungen in Höhe von 228,7 Millionen US-Dollar, von Schweden 36,3 und aus der Schweiz 23,5.

Schutzbedürftigen-Zähler

Immer auf dem Laufenden bleiben: Ärzte ohne Grenzen Österreich hat eine eigene Website eingerichtet, die dynamisch und immer aktuell eine wichtige Frage beantwortet: „Wieviele Schutzbedürftige hat Österreich aus den Lagern in Griechenland evakuiert?“ zur Antwort

Auf den Seiten von Ärzte ohne Grenzen gibt es immer auch Möglichkeiten sich zu engagieren.

Das unterstützen wir gerne – schon weil der Hashtag #menschbleiben so gut zu unserem Slogan Mensch.Bleib.Mensch passt.

Sonntags-Mahnwache: Bregenz, 21. Juni 2020

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20.06. veranstalten der Verein Vindex – Schutz und Asyl und Burkhard Walla im Rahmen der Sonntagsdemo-Bewegung (uns reichts – es reicht für alle) eine Mahnwache unter dem Leitgedanken
„Wir verbinden uns mit den Menschen auf der Flucht“.

Sonntag, 21.06.20 um 18:00
Landhausplatz Bregenz

Flyer A5 (pdf, 1,5 MB) – Plakat A 3 (pdf, 1,5 MB)

Für die Menschen in Österreich, die aufgrund der Corona-Pandemie oder anderen Gründen in Not geraten sind, ist Hilfe notwendig. Hilfe und Mitgefühl dürfen jedoch nicht an den Grenzen halt machen. Es geht darum, über den Tellerrand zu schauen und sich auch mit den weltweit über 70
Millionen Menschen zu verbinden, die aufgrund von Not, Leid und Lebensbedrohung flüchten müssen. Es geht darum, sich nicht nur als österreichische, sondern als Menschheitsfamilie zu verstehen, die miteinander verbunden ist – nicht nur durch Viren, sondern durch Mitgefühl, Solidarität
und Zusammenarbeit.

WIR BITTEN EUCH UM DAS ZUVERLÄSSIGE EINHALTEN DES 1 M ABSTANDS!

Bitte  mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen!