Unterschriftenaktion: Modernes Bleiberecht

Bei der heutigen Sonntagsdemo starten wir eine neue Unterschriftenaktion an die Bundesregierung.
Es soll eine neue Möglichkeit für gut integrierte Menschen geben, auch unabhängig von einem Asylstatus im Land zu bleiben.

Der Text lautet:
Wir sind zutiefst besorgt darüber, und wollen es nicht länger hinnehmen, dass gut integrierte Menschen aus Österreich abgeschoben werden. Es sind unsere Mitschüler, Freundinnen, Nachbarn, Patenkinder, Lehrlinge denen diese Behandlung widerfährt oder die sich davor fürchten müssen. Das ist unmenschlich, unverständlich und auch wirtschaftlich unvernünftig.

Wir fordern daher die Bundesregierung auf, unabhängig vom Asylrecht einen Aufenthaltstitel für Menschen zu schaffen, die sich in Österreich bereits integriert haben, die soziale Kontakte und Freundschaften geschlossen und die Sprache erlernt haben und bereits Arbeit oder eine Ausbildung aufgenommen haben. Dabei sollen insbesondere die Gemeinde aber auch das jeweilige Bundesland angehört und deren Einschätzungen berücksichtigt werden.

Wer mag, kann sie gerne auch hier herunterladen, ausdrucken, und ausgefüllt an uns schicken: Unterschriftenliste

2 Gedanken zu „Unterschriftenaktion: Modernes Bleiberecht

  1. Ich bin nicht nur gegen Willkürhaft, sondern auch gegen Zwangsarbeit. Ich bekenne mich zu den Menschenrechten und zu dem Recht jedes Flüchtenden, Asyl zu beantragen, sowie zu dem Recht auf faire und menschenwürdige Behandlung. Statt dessen werden gut integrierte Flüchtlinge bei Nacht und Nebel abgeschoben und die unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende abgeschafft.
    Ich bin sehr besorgt um den sozialen Frieden in Österreich und ich halte diese Regierung für unfähig, diesen Frieden zu sichern. Im Gegenteil tut sie alles, um das Land zu polarisieren und soziale Rechte einzuschränken, besonders für Asylsuchende und Fremde.

  2. Ich habe gerade heute erleben müssen, wie ein vierzigjähriger, hier geborener Mitmensch mit höherem als mir hier erworbenen Bildungsstandard erleben musste, wie es ist, auf irgendeiner denunzierender Liste zu stehen, mit der er glaubte, nichts zu tun zu haben. Wenn ich ihm sagen würde, dass ich mich dafür schäme, würde ich ihm tusätzlich zeigen, dass er nicht dazu gehört. Es ist echt traurig. Ich will einfach nicht erleben, was andere Generationen vor mir erleben mussten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*